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Das Schulprogramm der Edith-Stein-Realschule

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Teilnehmer der Schulprogrammgruppe:

Karin Viethen, Olaf Staecker, Holger Geiser, Heidi Huppertz, Heinz Willi Rzeppa, Peter Spieß

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

1.     Schuldarstellung

1.1       Vorwort

 

1.2       Geschichte unserer Schule

 

1.3       Pädagogische Grundorientierung

 

1.3.1        Toleranz lernen

1.3.2        Schule leben

1.3.3        Ziele planen und Orientierung geben

 

1.4       Schulinterne Konzepte

 

 

 

1. Schuldarstellung

 

1.1 Vorwort

 

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, verehrte Leserinnen und Leser,


seit dem 1.April 1965 gehört unsere Realschule zum Leben in Wegberg. Sie ist nach Edith Stein, einer bedeutenden Gelehrten und Philosophin des vergangenen Jahrhunderts, benannt. Wir sind stolz darauf, den Namen dieser einzigartigen Frau zu tragen.


Was kann Edith Stein uns heute für den Schulalltag mit auf den Weg geben? Es ist die Erkenntnis, dass Schule mehr leisten muss als die unerlässliche Vermittlung von fachlichem Wissen. Sie muss dazu befähigen, selbstständig zu lernen. Schule muss jungen Menschen Orientierung auf ihrem Weg durch das Leben geben. Sie muss demokratische Kultur, Toleranz und gewaltfreies Miteinander lehren. Für diese elementaren Ziele setzen wir uns ein. Die Edith-Stein-Realschule ist als weiterführende Bildungseinrichtung in guter Nachbarschaft mit der Ganztagshauptschule, dem Maximilian-Kolbe-Gymnasium und der Erich Kästner Grundschule fest etabliert. 675 Schülerinnen und Schüler besuchen zurzeit unsere Schule. Dies macht uns zu einem festen Bestandteil der städtischen Gemeinschaft. Das ist für uns Ansporn, auch in Zukunft unsere ganze Kraft in die Ausbildung der jungen Menschen zu investieren, die uns anvertraut sind.

Entdecken Sie unsere Schule!

Karin Viethen

Rektorin der Edith-Stein-Realschule Wegberg

 

 

1.2 Geschichte unserer Schule

Unsere Schule wurde am 22. April 1965 unter der Bezeichnung "Realschule für Jungen und Mädchen der Gemeinde Wegberg" feierlich eröffnet und war damit nach dem Ende des 2.Weltkrieges die dritte Realschule - nach Ratheim und Erkelenz - des damaligen Kreises Erkelenz.

Zum ersten Schuljahr meldeten die Eltern 64 Kinder - 40 Mädchen und 24 Jungen - an. Da es noch kein eigenes Schulgebäude gab, unterrichteten die beiden Lehrkräfte - Herr Direktor von der Beek und Frau Meyer-Berg - die zwei Klassen in Räumen der evangelischen Volksschule an der Beecker Straße.


Nachdem im folgenden Schuljahr schon eine Klasse in die katholische Volksschule ausgelagert werden musste, beschloss der Rat die Anschaffung von 2 Fertigbauklassen auf dem Gelände der evangelischen Volksschule für das Schuljahr 1967/68. Rat und Verwaltung hatten schon 1966 das Gelände an der Maaseiker Straße erworben, um ein eigenes Realschulgebäude zu errichten. 


Am 15. November 1967 wurde dann mit den Erdarbeiten begonnen und nach nur 1½ jähriger Bauzeit erfolgte am 8. Juli 1969 der Umzug aller Klassen in das neue Gebäude. Nach und nach wurden auch die einzelnen Fachräume fertiggestellt, sodass dann am Samstag, dem 25. Oktober 1969, die Schlusssteinlegung und feierliche Einweihung unseres jetzigen Schulgebäudes erfolgen konnte.
Nach intensiven Beratungen im Stadtrat und in den Gremien der Eltern-, Lehrer- und Schülerschaft trägt unsere Schule seit dem 1. August 1988 den Namen "Städtische Edith-Stein-Realschule Wegberg".

Im Jahre 1990 übernahm Herr Assenmacher, der bereits seit 1974 Konrektor war, die Leitung unserer Schule. Zu der Zeit waren hier 32 Lehrerinnen und Lehrer tätig, die 532 Schülerinnen und Schüler unterrichteten. Zu Beginn des Schuljahres 1995/96 wurde er durch Herrn Arno Pennartz, der zuvor Leiter der Realschule in Oberbruch war, abgelöst.

Im Schuljahr 2002/03 wurde unter Leitung der damaligen 2. Konrektorin, Frau Karin Viethen, ein Schullogo entwickelt.

Seit dem Schuljahr 2003/04 wird unsere Schule durch ein Schulleitungsteam geführt, aktuell bestehend aus Frau Karin Viethen als Rektorin, Herrn Olaf Staecker als 1. Konrektor und Frau Petra Mersmann als 2. Konrektorin.

 

1.3 Pädagogische Grundorientierung

1.3.1 Toleranz lernen


Die Edith-Stein-Realschule und ihr pädagogisches Grundkonzept

Die Edith-Stein-Realschule und ihr pädagogisches Grundkonzept


Lernen und Handeln in sozialer Verantwortung setzt mehr voraus als die Vermittlung von Wissen. Die Edith-Stein-Realschule hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Menschen zu verantwortlichem Handeln gegenüber der Gesellschaft zu befähigen. In sechs Jahren erlernen unsere Schülerinnen und Schüler deshalb nicht nur umfangreiche Sachkompetenz in den verschiedenen Unterrichtsfächern.

 

Eine gute Schule leistet heute mehr:

    Sie hilft den Kindern, ihren eigenen Weg zu finden.

    Sie fördert den gewaltfreien Umgang miteinander.

    Sie fördert die Erziehung zur Toleranz.

    Sie vermittelt den Kindern methodische Fähigkeiten.

    Sie hilft den Kindern Lernen lernen.

    Sie befähigt sie zu eigenständigem Lernen.

 

Dies sind die Ziele der Edith-Stein-Realschule Wegberg.

 

Eltern, Lehrer und ein gemeinsames Ziel

Erfolgreiches Lernen ist nur dann langfristig möglich, wenn die Schülerinnen und Schüler sich wohlfühlen und auch die Eltern das Gefühl haben, dass ihre Kinder bei uns gut aufgehoben sind.

Um das Ziel eines gewaltfreien Miteinanders zu erreichen, sind verbindliche Verabredungen von Regeln, Rechten und Pflichten notwendig. Gewaltprävention, Suchtprävention und Streitschlichtungskonzepte spielen hierbei eine große Rolle.

Die Erziehung und erfolgreiche Ausbildung der Kinder ist jedoch ausschließlich in der kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern zu leisten. Diese Zusammenarbeit wird über verbindliche Absprachen in den jeweiligen Konferenzen umgesetzt. Hinzu kommen Pflegschaftssitzungen, Elternsprechtage, Klassengespräche und Elternstammtische. Daneben steht Eltern und Schülern ein ausgebildeter Drogenberater und eine Beratungslehrerin zur Verfügung. Diese berät in Fragen der Schullaufbahngestaltung und leistet Einzelhilfe bei Leistungs- und Verhaltensproblemen. Seit einigen Jahren werden unsere Schülerinnen und Schüler zusätzlich durch einen Schulseelsorger und eine Sozialarbeiterin unterstützt. Ferner können bei Leistungsdefiziten und Verhaltensauffälligkeiten individuelle Beratungsgespräche mit allen Lehrerinnen und Lehrern geführt werden. Wesentlicher Bestandteil einer gesunden und sicheren Schule sind ebenfalls Unterrichtsstunden zur Verkehrserziehung durch geschulte Personen sowie unser Sanitätsdienst.   

 

 

1.3.2 Schule leben


Die Edith-Stein-Realschule und ihr Schulleben


Zurzeit besuchen 690 Schülerinnen und Schüler die Edith-Stein-Realschule Wegberg. Sie werden von 33 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

Doch die Unterrichtsangebote der Edith-Stein-Realschule werden nicht alleine von der Lehrerschaft sowie den Schülerinnen und Schülern gestaltet. Die Schule pflegt bereits seit 35 Jahren Kontakte zu zahlreichen Organisationen in der Stadt und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in Wegberg.

 

Unsere Schule, ein Teil unserer Stadt

Regelmäßige Kontakte zu den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und die gemeinsame Durchführung von Gottesdiensten gehören zum schulischen Angebot jenseits des üblichen Unterrichts. Projekte wie „Schüler lesen Zeitung“ in Zusammenarbeit mit der Lokalredaktion der Rheinischen Post oder Projektwochen zu bestimmten Themenbereichen ergänzen die Unterrichtsarbeit. Betriebsbesichtigungen oder Berufsvorbereitungskurse mit Unterstützung verschiedener Unternehmen der Region sowie Arbeitsgemeinschaften zur Rechtskunde zusammen mit dem Gericht in Mönchengladbach gehören zum schulischen Angebot zur Vorbereitung des weiteren Lebenswegs.

Durch die Aufführung von Schulkonzerten, Musicals oder auch Wohltätigkeitskonzerten beteiligt sich unsere Schule am Wegberger Stadtleben. Theaterbesuche in der Region haben eine lange Tradition. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit an Sportveranstaltungen wie „Jugend trainiert für Olympia“ oder dem „Kreisschulsportfest“ teilzunehmen. Durch die Aktion „aktive Pause“ und die Einrichtung einer Schülerbibliothek erlernen die Schülerinnen und Schüler ihre Freizeit aktiv zu gestalten.

 

Unsere Schule, ein Teil unserer Gesellschaft

Toleranz und Nächstenliebe fördert die Edith-Stein-Realschule durch verschiedene Projekte, um die Schülerinnen und Schüler zu verantwortlich handelnden Mitgliedern der Gesellschaft auszubilden. Zentral sind hierbei der intensive Austausch mit Partnerschulen und die Unterstützung sozialer Aktivitäten.

Seit 1990 besteht eine Schulpartnerschaft mit der Heinrich-Heine-Sekundarschule in Reinsdorf (Sachsen-Anhalt). Einmal jährlich findet mit dieser Schule ein siebentägiger Austausch für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 statt.


Erlöse von Wohltätigkeitswanderungen, Schulfesten und anderen Veranstaltungen werden von den Schülerinnen und Schülern  eingesetzt, um soziale Projekte zu fördern. So werden die Arbeit von Abbé George in Burundi sowie von Schwester Wilhelmina für Straßenkinder im brasilianischen Sao Paulo  unterstützt. Darüber hinaus unterstützt unsere Schulgemeinde den Verein Zartbitter in Mönchengladbach. Seit der Tsunamikatastrophe in Indien besteht eine Schulpartnerschaft mit einer indischen Schule. Die Schülerinnen und Schüler werden in regelmäßigen Abständen von den Verantwortlichen über den Einsatz ihres gespendeten Geldes informiert. 

 

Klassenfahrten: Höhepunkte des Schullebens

Klassenwanderungen und Klassenfahrten an der Edith-Stein-Realschule sind unverzichtbarer Bestandteil des Schullebens. Bereits in den Klassen 5 und 6 sind Kennenlerntage sowie Tagesfahrten in die nähere Umgebung vorgesehen. In der Klasse 7 folgt eine mehrtägige Fahrt in eine Jugendherberge. In der Klasse 9 gibt es die Orientierungstage. Einwöchige Abschlussfahrten der Klasse 10 führen schließlich zu deutschen oder europäischen Zielen wie Berlin oder Florenz. Einige Klassen veranstalten auch eine Skifreizeit. Darüber hinaus finden Kursfahrten wie z.B. die Fahrt in das benachbarte Liège mit dem Französischkurs statt, die in den Unterricht integriert werden.

 

 

1.3.3 Ziele planen und Orientierung geben

Die Schullaufbahn an der Edith-Stein-Realschule   

Den Übergang von der Grundschule zur Edith-Stein-Realschule gut zu planen und für die Kinder maßvoll zu gestalten – hierzu dienen unterschiedlichste Maßnahmen: Tage der offenen Tür für Grundschüler und ihre Eltern, Unterrichtsbesuche für Grundschüler, Informationsmaterialien und Treffen mit den künftigen Klassenlehrern bereits vor den Sommerferien. Gerade in der Erprobungsstufe ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Grundschulen in ihren Stärken und Schwächen zu fördern. Die Arbeitsgemeinschaft „Schüler helfen Schülern“ gehört neben dem Förderunterricht zu unserem Konzept. Eine frühe Diagnose des Lernstands wie z.B. durch einen Mathematikeingangstest soll dazu beitragen, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Hierzu gehört ebenfalls die regelmäßige Teilnahme der Lehrerinnen und Lehrer an Fortbildungsveranstaltungen zu Förderbereichen wie ADS/ADHS und LRS.

 

Klassen 5 und 6: Den Start proben 

Insbesondere für die neuen Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 ist Folgendes bedeutsam:

Die Klassenlehrerinnen und -lehrer begleiten ihre Klasse in der Regel durch die gesamte Zeit an der Edith-Stein-Realschule. So lässt sich ein langjähriges Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Schülern aufbauen. Als „Paten“ erhält jede neue Klasse zudem zwei ältere, erfahrene Schüler.

Die Klassen 5 und 6 bilden die Erprobungsstufe. Die Erprobungsstufe knüpft direkt an die Grundschule an und soll den Schulwechsel erleichtern. Neben dem fachlich-inhaltlichen Unterricht lernen die Kinder auch, verschiedene neue Arbeitstechniken anzuwenden. Durch die Unterrichtseinheiten „Soziales Lernen“, „Methodenkonzept“, „Vorbereitung auf die Streitschlichtung“ und „Texterarbeitung“ sollen die Schülerinnen und Schüler auf wichtige Schlüsselkompetenzen vorbereitet werden.

Schülerinnen und Schüler mit einzelnen Leistungsschwächen in einem der Hauptfächer können in diesen Jahren Förderunterricht wahrnehmen. Ferner wird an unserer Schule das Jugendförderprogramm Lion’s Quest durchgeführt, bei dem besonders soziale Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert werden.

Ab Klasse 6 erhalten die Schülerinnen und Schüler Unterricht in der zweiten Fremdsprache Französisch.

Ab der Klasse 5 können die Schülerinnen und Schüler zudem an zahlreichen freiwilligen Arbeitsgemeinschaften teilnehmen:

 

Aktuelles Angebot:

    Musical –AG

    Starter – Band

    Schulgarten

    Schüler helfen Schülern

    Golf

    Schulbibliothek

    Kunst

 

 

 

Klassen 7 bis 10: Individuelle Stärken fördern
  

Ab der Klasse 7 setzen verschiedene Differenzierungsangebote ein – so genannte „Wahlpflichtfächer“ (Wahlpflichtbereich I). Das Ziel: Neben der Grundbildung können Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Stärken gezielt ausbauen. Bereits in Klasse 6 wird Französisch als neues Fach verbindlich unterrichtet; es kann von Klasse 7 bis Klasse 10 weitergeführt werden.
Die Wahl der verschiedenen Neigungskurse liegt bei den Schülern und ihren Eltern.
Als Neigungsschwerpunkte werden der sprachliche, der naturwissenschaftlich-technische, der sozialwissenschaftliche sowie der musisch-künstlerische Bereich angeboten. Unterrichtet werden die Fächer Französisch, Biologie, Technik, Sozialwissenschaften, und Kunst. Einerseits soll die Wahl eines Neigungsschwerpunktes die Lernbereitschaft fördern; andererseits wird der Klassenverband durch diese Maßname nur teilweise aufgelöst – so können bestehende Kontakte und Freundschaften weiterhin erhalten bleiben. In einer weiteren Stufe der Differenzierung haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsgemeinschaften zu belegen (Wahlpflichtbereich II); in den Klassen 9 und 10 ist diese Belegung Pflicht.

Welche Arbeitsgemeinschaften zustande kommen, ist insbesondere abhängig von den Wünschen der Schüler. Angeboten werden derzeit beispielsweise Informatik, Hauswirtschaft, Musical, Chor, Badminton, Schulgarten, Tennis, Rockband ONG, American Football, Schulsanitätsdienst, Streitschlichtung, Niederländisch, Golf oder Kunst.

 

 


   
Die Berufsvorbereitung an der Edith-Stein-Realschule
  

In den Klassen 9 und 10 gewinnt für die Schülerinnen und Schüler der Edith-Stein-Realschule der Übergang in die Berufswelt oder zu weiterführenden Schulen stetig an Bedeutung. Diesen Übergang erleichtern wir mit mehreren Maßnahmen:

Als spezielle Unterstützung für die Jugendlichen findet an mehreren Tagen eine persönliche Berufsberatung durch das Arbeitsamt in der Schule statt. Zudem fahren Schüler der Klasse 9 im Rahmen des Unterrichts in das Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) nach Mönchengladbach, um weitere Informationsmöglichkeiten und Angebote des Arbeitsamtes direkt kennen zu lernen.
Besonders wichtig: Mitarbeiter des Arbeitsamtes stehen den Jugendlichen auch in der Schule zu individuellen Beratungsgesprächen zur Verfügung. In den Klassenstufen 9 und 10 wird ein gezieltes Bewerbungstraining verschiedener Anbieter durchgeführt. Beteiligt sind derzeit Versicherungen, Banken und regionale Firmen.

 

 

Berufspraktikum und Betriebsbesichtigungen  

In der Klasse 9 sammeln die Schülerinnen und Schüler auch erste Erfahrungen in der Berufswelt. Hierzu dient ein dreiwöchiges Praktikum – in der Regel vor den Herbstferien. Als gemeinsame Veranstaltung der drei weiterführenden Schulen findet, mit Unterstützung der Stadt Wegberg, zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres die Berufsinformationsbörse „Job-Info-Live“ statt. Eltern, verschiedene Institutionen und Firmen aus der Region wie Driescher oder Siemens stellen an diesem Tag ihre unterschiedlichsten Berufe vor. 

Betriebsbesichtigungen, Seminare für die Berufsvorbereitung und weitere Veranstaltungen von Unternehmen aus der Region runden die Orientierungsangebote für die Jugendlichen ab. Schülerinnen und Schüler der Klasse 10, die nach Abschluss der Edith-Stein-Realschule keine Berufsausbildung anstreben, erhalten die Möglichkeit, sich über Angebote weiterführender Schulen geeignet zu informieren. Die Informationsveranstaltung des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums Wegberg und des Berufskollegs Erkelenz werden direkt an der Edith-Stein-Realschule durchgeführt.

 

 

1.4 Schulinterne Konzepte

 

Klassenstufen 5 und 6 / Erprobungsstufe

 

 

1. Unterrichtseinheit: Soziales Lernen

---ca. 4 Unterrichtsstunden---

 

Die Unterrichtseinheit wird zu Beginn des Schuljahres von den Klassenlehrern der 5. Klassen durchgeführt. Erfolgreiches Lernen kann grundsätzlich nur in einem „guten Klima“ stattfinden, in dem sich die Schülerinnen und Schüler wohlfühlen und miteinander lernen. Folgende Unterrichtseinheit soll dazu einen Beitrag leisten:

 

  1. Sich kennen lernen, einander vertrauen
  2. Wie man miteinander umgeht
  3. Zuhören und sich mitteilen
  4. Sich verbal und nonverbal ausdrücken

 

Die genannten Einzelstunden werden in den Unterricht integriert und müssen nicht im Block durchgeführt werden.

 

 

 

2. Vorbereitung der Klassen 5 auf die Streitschlichtung:

---ca. 5 Unterrichtsstunden---

 

Wie bereits in der vorherigen Unterrichtseinheit erwähnt, ist ein positives soziales Klima ein wichtiges Anliegen unserer Schule. Folgende Unterrichtsstunden werden im Verlaufe der 5. Klasse von den Streitschlichtungslehrern in allen Klassen durchgeführt.

 

1.       Konflikte und Konfliktausgänge

2.       Rollenspiel, Übung „Paddelboot“

3.       I-Care Rules

4.       Anders streiten

5.       Streitschlichtungsgespräch

 

Derzeit sind vier Lehrkräfte maßgeblich an der Streitschlichtung beteiligt.

 

3. Unterrichtseinheit: Methodenkonzept

---ca. 5 Unterrichtsstunden---

 

In dieser ca. fünfstündigen Unterrichtseinheit geht es um das Erlernen grundlegender Methoden zur Selbstorganisation. Die Einheit wird zu Beginn des Schuljahres von den Klassenlehrern der 5. Klassen durchgeführt. Folgende Bereiche stehen im Vordergrund:

 

1.       Heftführung

2.       Arbeitsplatz

3.       Hausaufgabenbuch

4.       Tasche packen

5.       Materialliste

 

Die Einzelstunden werden in den Unterricht integriert und müssen nicht im Block durchgeführt werden. Im Verlaufe der Erprobungsstufe wird stets in besonderem Maße auf die Methoden zur Selbstorganisation Wert gelegt.

 

 

 

 

 

4. Vereinbarungen zur Texterarbeitung

 

Zu Beginn der Klassenstufe 6 wird im Deutschunterricht besonderer Wert auf den Umgang mit Nachschlagewerken sowie das Erschließen eines Textes gelegt. Diese Methoden werden im Deutschunterricht exemplarisch erlernt und sollen auch in den anderen Fächern angewendet werden. Die Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer können auf die Methodik zur Texterarbeitung zurückgreifen.

 

„Texteinsammelmethode“

 

-          unbekannte Wörter und Begriffe mit ? versehen

-          Bedeutung nachschlagen oder erfragen

-          Wichtige Stellen mit Bleistift unterstreichen

-          Schlüsselwörter bunt unterstreichen/ markieren

-          Text anhand der Schlüsselwörter wiedergeben

 

 

5. Orientierungstage im Haus St. Georg in Wegberg

 

In der Klassenstufe 5 führen die Klassenlehrer mit ihren Klassen einen Orientierungstag im Haus St. Georg durch. In der Klassenstufe 6 finden zwei Tage mit einer Übernachtung im Haus St. Georg statt. Die Themen Klassengemeinschaft, soziales Lernen, Methodenkompetenz oder andere vom Klassenlehrer festgelegte individuelle Schwerpunkte werden in zahlreichen Übungen behandelt. Begleitet und unterstützt  werden die Klassenlehrer von den Klassenpaten und Sozialarbeitern und/oder Gemeindereferenten.

 

 

6. Patenprinzip

 

Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 und 10 übernehmen für die Zeit der Erprobungsstufe  die Patenschaft für eine Klasse. Die älteren Schüler sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen, indem sie die jüngeren Schüler begleiten, ihnen bei Fragen zur Seite stehen und helfen, Konflikte zu lösen.

 

 

 

 

Klassenstufen 7 und 8

 

7.  Unterrichtseinheit: Kommunikationstraining / Methodenkonzept

 

 

  1. Nachdenken über Kommunikation
  2. Übungen zum Kommunikationstraining 

 

Diese Unterrichtseinheit wird zu Beginn der Klassenstufe 7 von den Klassenlehrern durchgeführt. Der Zeitrahmen beträgt ca. 9 Unterrichtsstunden, die in Blöcken auf drei Tage verteilt werden. Mit Hilfe moderner Unterrichtsmethoden denken die Schülerinnen und Schüler über ihr eigenes Kommunikationsverhalten nach und führen darüber hinaus Übungen zum Kommunikationstraining durch, um Hemmnisse abzubauen.

In der Klassenstufe 8 wird das Thema Kommunikation nochmals aufgegriffen durch Übungen zur Förderung des (angst)freien Sprechens und Erzählens sowie durch Übungen zur Gesprächsführung, zum Argumentieren und Vortragen. Dies wird wiederum von den Klassenlehrern zu Beginn des Schuljahres durchgeführt. Den organisatorischen Rahmen sichert die Schulleitung.

 

Klassenstufen 9 und 10

 

8. Streitschlichtungsausbildung, Gewaltprävention

 

Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 werden in der Streitschlichtungs-AG durch geschulte  Lehrkräfte als Streitschlichter ausgebildet. In der Klassenstufe 10 sind diese Schülerinnen und Schüler dann als Streitschlichter tätig. Durch die Neubaumaßnahme an unserer Schule erhalten die Streitschlichter ab dem Schuljahr 2006/2007 einen neuen Raum (s. AG Beschreibung – Darstellung der Fachbereiche).

 

 

9. Berufsvorbereitung -  Zeitplan

 

Klassenstufe 9:

 

-          Informationsveranstaltung der Eltern mit Berufsberaterin

-          Information durch Berufsberaterin jeweils 1 Std. in jeder Klasse 9

-          Dreiwöchiges Praktikum in der Klassenstufe 9 ( in der Regel vor den Herbstferien )

-          Besuch im Berufsinformationszentrum BIZ in Mönchengladbach (Nov./ Dez.)

-          verpflichtende Teilnahme an der „Job-Info-Live“ am Maximilian-Kolbe-Gymnasium (Febr.)

-          3 Orientierungstage in der Klassenstufe 9 mit Referenten (derzeit in einer Jugendherberge in Aachen) (März/ April)

-          Informationsveranstaltung einer Krankenkasse über das Sozialversicherungswesen

-          Bewerbungstraining in Zusammenarbeit mit den Firmen AOK, Volksbank und Driescher (April/Mai)

 

 

 

Klassenstufe 10:

 

-          Informationsveranstaltungen des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums und Unterrichtsbesichtigungen (Dez./Jan.)

-          Vorstellung der Bildungsgänge der Berufskollegs Erkelenz und Mönchengladbach in der ESR (Nov./ Dez.)

-          Regelmäßige Informationen von aktuellen Stellenanzeigen über Klassenlehrer

 

 

 

 

 

10. (in Planung)

 

 

Entwickelt werden soll eine Einheit zur Methodenkompetenz mit dem Schwerpunkt

„Präsentationstechniken und Teamfähigkeit“